Jahresmotto 2016 / 2017¬†¬†¬†¬†‚Äě....MIT....‚Äú


Drei Buchstaben, die zusammen ein kurzes Wort ergeben, sind unser Motto im Schuljahr 2016 und 2017.¬† Es lohnt sich, ein paar Minuten zu verweilen und dar√ľber zu sinnieren.


MIT… stehen diese Buchstaben irgendwo, so scheint es, dass sie auffordern dabei zu sein, die eigenen Ideen einzubringen, eben MITeinander unterwegs zu sein. Zu diesem MITeinander zählen wir das MITdenken, das MITentscheiden, das MITtun oder MITmachen. Wir freuen uns, wenn ganz viele Personen MITwirken, daMIT ein gelingendes Ganzes entsteht.

 

Schnell wird auch klar, dass das Wörtchen MIT kaum halbe Sachen zulässt. MITten im Leben wird das kommende Schuljahr stattfinden und MITtendrin stehen auch alle Beteiligten. Sie sind alle gefordert, denn Lernen ist kein Zuschauersport.
Eintauchen in eine neue Welt oder einfach ein bisschen tiefer zu tauchen, Entdeckungen machen und sich an den eigenen Fortschritten freuen geh√∂ren genauso zum Lernen, wie Projekte oder Aufgaben MITeinander bew√§ltigen und sich gegenseitig zu unterst√ľtzen, sollte es f√ľr einmal schwierig werden. Am Ende winkt der stolze Blick zur√ľck auf eine gemeisterte Herausforderung. Und wir lieben es doch all, dieses Gef√ľhl von Zufriedenheit nach erfolgreich getaner Arbeit.

 

Nat√ľrlich gibt es bei all dem MIT auch ein OHNE. MITeinander etwas bewusst zu tun erfordert Zeit und daMIT auch eine Entscheidung f√ľr eine Sache oder eben gegen eine Andere. Es wird nie m√∂glich sein, alles gleichzeitig zu machen, entsprechend m√∂chten wir das Lernen gemeinsam bewusst gestalten im Wissen, dass dazu auch eine Portion Mut geh√∂rt. Hier tut sich dann auch gleich eine neue Bedeutung der drei Buchstaben auf. Sie k√∂nnten als Abk√ľrzung stehen, wie beispielsweise Mutig Im Tun.

 

Wir sind gespannt, welche Gedanken und Taten sich im kommenden Schuljahr mit diesem Motto zeigen werden und freuen uns MITeinander MITten ins Schuljahr hinein zu tauchen, MITeinander unterwegs zu sein und Erfolge zu feiern.

 


Partizipation


Bereits im vergangenen Schuljahr haben wir uns mit der Sch√ľlerpartizipation befasst. Dabei konnten die Sch√ľlerinnen und Sch√ľler an einzelnen Projekttagen Erfahrungen im MITwirken sammeln. Im kommenden Jahr werden wir dieses Engagement in den Klassen sichern, in den Alltag √ľbernehmen und das Engagement unserem Umfeld sichtbar machen.


Was brauchen Kinder, damit sie sich als authentische Mitgestaltende, als Teilhabende der Schule, als Teilnehmende der Welt erleben?
Partizipation aller Beteiligten schafft Identifikation und Verantwortlichkeiten. Es ist Aufgabe der Erwachsenen, Kinder wohlwollend zu unterst√ľtzen, sich um ihre Bed√ľrfnisse,¬† √Ąngste und Freuden zu k√ľmmern und sie zutrauend auf dem Weg in die Gemeinschaft zu begleiten.¬†¬†

 

Schutzrechte
Kinder haben das Recht auf eine Familie, auf geistige und körperliche Unversehrtheit und auf ein Umfeld, welches kinderfreundlich gestaltet ist.
Sich bewusst mit den Gefahren des Alltags auseinandersetzen, den Umgang mit den Gegebenheiten √ľben und wo m√∂glich f√ľr mehr Sicherheit sorgen, sind Aspekte, denen wir in diesem Jahr Beachtung schenken.
Eine absolute Sicherheit gibt es nicht, die Balance zwischen Risiko und Sicherheit, Hilfestellung bieten und Gewähren lassen, zwischen Freiheit und Grenzen wird zu einem zentralen Diskussionspunkt.

 

Förderrechte
Kinder haben das Recht auf Bildung, das Recht darauf, eigene St√§rken zu entwickeln und zu pflegen. Gleichzeitig ist jedes Kind auch Teil einer Gemeinschaft und muss lernen, die eigenen W√ľnsche dort zu begrenzen, wo sie andere einengen oder anderen Schaden zuf√ľgen. Es ist uns wichtig, dass Kinder lernen eigene Bed√ľrfnisse wahrzunehmen, zu formulieren, die Bed√ľrfnisse des andern zu respektieren und Konflikte fair auszutragen.

 

Beteiligungsrechte
Kinder haben das Recht √ľber Entscheidungen, die sie selbst betreffen, informiert zu werden und ihre Meinung einzubringen. Gleichzeitig gibt es aber Entscheidungen, die ein Kind noch nicht f√§llen darf oder nicht f√§llen kann.¬† Erwachsene begleiten Kinder auf dem Weg in wertsch√§tzender, verantwortungsvoller und zutrauender Weise.

 

Partizipation und damit die M√∂glichkeit, eigene Ideen in einer Gemeinschaft zu verwirklichen, zu diskutieren, Kompromisse zu schliessen, nach Alternativen zu suchen und eigene Projekte erfolgreich abschliessen geh√∂ren zum Alltag in unserer Gesellschaft. Es braucht daf√ľr ein √úbungsfeld. Dieses er√∂ffnen wir den Sch√ľlern gerne im Unterricht. So spielen Elemente wie der Unterricht in Mischklassen mit einem Teil Planarbeit, die Freie Arbeit in der Begabungsf√∂rderung und eben die Sch√ľlerpartizipation zusammen, um die Sch√ľler zu bef√§higen, k√ľnftig den eigenen Lebensweg aktiv zu gestalten.
Die Partizipation ist dabei nicht nur eine Frage der Technik oder der Form. Sie formt sich aus einer Haltung, die den Kindern viel zutraut und sie gleichzeitig darin best√§rkt, ihre eigenen Gedanken zu formulieren, W√ľnsche und Anliegen zu √§ussern und wo m√∂glich einen Weg zu finden, diese zu verwirklichen.

 

Auch der Lehrplan 21 zielt dahin, dass Lerninhalte konkret in komplexen Situationen angewendet werden k√∂nnen. Dazu braucht es auch Wissen zur eigenen Person und √ľber die eigenen F√§higkeiten.
Unterricht fokussiert das K√∂nnen und die Fortschritte jedes einzelnen Kindes und bereitet die Kinder entsprechend auf die zuk√ľnftigen Herausforderungen vor.

 

In diesem Sinne wird Bildung auch umfassender. Alles, was die Pers√∂nlichkeit bildet ist ein Lernfeld, sei dies schulisch oder privat, sie dies in Vereinen oder unter Gleichaltrigen. Wir m√∂chten deshalb erste Schritte tun und das Umfeld f√ľr diese Tatsache sensibilisieren. Vielleicht ergeben sich so die einen oder anderen Aktionen gemeinsam mit Eltern und weiteren externen Partnern, die das Lernen der Kinder in seiner ganzen Vielfalt erm√∂glichen und sie zu starken und motivierten Pers√∂nlichkeiten werden l√§sst.


Tagesstrukturen


Nach dem ersten Betriebsjahr der Tagesbetreuung direkt auf dem Schulareal lässt sich eine positive Bilanz ziehen.


Durch den Entscheid des Gemeinderates wurde im Fr√ľhling 2015 eine Planungssicherheit geschaffen, welche schon f√ľr das letzte Schuljahr bewirkte, dass sich einige Kinder mehr als in den Vorjahren die Tagesstrukturen in Anspruch nahmen.

 

Im kommenden Schuljahr wachsen die Tagesstrukturen um weitere f√ľnf Kinder, welche einzelne Elemente √ľber die Woche verteilt in Anspruch nehmen. Dies ist wohl auch eine Folge der positiven Erlebnisse im vergangenen Schuljahr.

 

Das Mittagessen ist meist ein kritischer Punkt. Nicht so in Schachen. Das Essen, welches durch das Schul- und Wohnzentrum kindgerecht ausgewählt und zubereitet wird, fand bei Kindern, Betreuerinnen und Eltern lobende Worte. Das Essen ist gesund und ausgewogen und zugleich kindgerecht.
Als weiterer Pluspunkt wurde vielfach die Durchmischung der Gruppe genannt. So unterst√ľtzten √§ltere Kinder J√ľngere, spielten gemeinsam drinnen oder draussen oder widmeten sich einer Zeichnung oder Bastelarbeit.
Nat√ľrlich geh√∂ren auch die Betreuerinnen in die Aufz√§hlung positiver Erfahrungen. Sie haben mit knappen Mitteln einen heimeligen Raum geschaffen und Rituale installiert, die den Kindern das Gef√ľhl von Geborgenheit und Zugeh√∂rigkeit vermitteln.

 

Wir freuen uns auf das zweite Betriebsjahr der Tagesstrukturen in Schachen.


Schulsozialarbeit


Nach dem Beschluss des Gemeinderates und einer intensiven Planungsphase wird im nächsten Schuljahr die Schulsozialarbeit auf der Primarstufe in Schachen installiert.


Bei einer Sch√ľlerzahl von knapp 150 Kindern wird in der Schulsozialarbeit mit einem Pensum von zehn bis f√ľnfzehn Prozent gerechnet. Doch wie installiert man Schulsozialarbeit mit einem solch kleinen Pensum gewinnbringend? Dieser Frage stellten wir uns in der Vergangenheit, haben L√∂sungen diskutiert und gefunden. Diese m√ľssen sich nun in der Praxis bew√§hren.

 

Schachen geh√∂rt zum Oberstufenkreis Malters. Eine Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit in Malters scheint deshalb sinnvoll. Dazu wurde zwischen den beiden Gemeinden eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet, welche vorsieht, dass eine Schulsozialarbeiterin aus Malters auch das Pensum in Schachen √ľbernimmt.
So kann die fachliche Betreuung und der Austausch zwischen den Schulsozialarbeiterinnen sichergestellt werden. Zudem wird die Anwesenheit der Schulsozialarbeit √ľber fast die gesamte Woche ausgedehnt, was bedeutet, dass in einem Notfall auch eine Person auf Abruf bereit ist.

 

Im Normalfall wird die Schulsozialarbeiterin jeweils dienstags in Schachen sein.
Das erste Jahr wird dazu genutzt, die Zusammenarbeit zwischen Schulsozialarbeit und Lehrpersonen zu etablieren.
Dies bedeutet, dass mit pr√§ventiver Absicht in¬† Klassen Interventionen stattfinden, mit dem Ziel, den Umgang untereinander zu kl√§ren und das Auskommen zu f√∂rdern. Hier lassen sich bereits erste Parallelen zur Partizipation erkennen. Besuche in der Klasse oder Gespr√§che in der Pause unterst√ľtzen den Kontakt zwischen Kindern und Schulsozialarbeiterin. Kinder k√∂nnen sich bei Anliegen direkt oder¬† √ľber die Lehrperson bei der Schulsozialarbeit melden.
Denkbar ist es auch, dass die Schulsozialarbeit die Betreuung einzelner Kinder oder Kindergruppen in schwierigen Situationen √ľbernimmt.

 

Mit der Einf√ľhrung der Schulsozialarbeit tragen Schulpflege und Gemeinderat der wachsenden Heterogenit√§t in der Gesellschaft Rechnung und schaffen ein Angebot, das es erm√∂glicht, das Lernen im Bereich das sozialen Umgangs miteinander noch verst√§rkt zu f√∂rdern und zu unterst√ľtzen.